Nur die neue Bibliothek 21

Bibliothek 21 in Stuttgart

Ins neue Jahr ohne Halle

Neujahrsschwimmen 2012 in Halle. Besser als 2011.

Days’n'nights’n'light-years

And still no disaster.

So We #2 – Halle für Alle

Ja ja, blah blah. 2012, voll neu. Alles. Geilo!

Große Ulrichstraße

Zukunft, Zukunft, Zukunft!

Die Wahrheit: Keine der etablierten Parteien hat heute schon verstanden, was dieses Jahr bedeutet.

Jugendproteste: No future war gestern

Damit stehen wir am Ende einer Epoche, die irgendwann in den 1980er Jahren begonnen hat, als man sich noch in stolzem Trotz auf den Schlachtruf der Punks einigen konnte, der da hieß: »No future!«, verschwende deine Jugend! Diese Welt zerfällt jetzt vor unseren Augen, Tag für Tag.

ZEIT, 25.08.2011

Alle anderen Farben auch

Grau, grau, grau.

Nur noch ein Mal stark sein

flickr: ohait, CC BY-NC-SA

Keine Verbindung

Friede Freude Frivol
Floriert es durch das Fenster

Falsch die Verlassung
Friedlich die Phonetik

Vollumsichtig der Distanz
Ganzheitlich der Umstände
Sicher in der Konsequenz

Findet sich kein Ende
Aber doch der Stand
Deiner Lingua loca

Alles in Ordnung
Und doch nichts mehr ganz

Beendet ist das Spiel
Um Alles oder Phonologie

Ein Ende ohne Anfang
Floriert es durch das Fenster

Einstieg in den Umstieg

Ich gestehe: Als ich Mitte Dezember den Countdown für den nun quasi-ehemaligen Ministerpräsident Mappus gestartet habe, ich habe lange nicht wirklich das für möglich gehalten, was nun vor genau einem Monat bei der Landtagswahl geschehen ist und heute mit der Veröffentlichung des Koalitionsvertrags zwischen den Grünen und der SPD seinen logischen Schluss fand.

Ein grüner Ministerpräsident erschien nicht realistisch, obgleich Demoskopen die notwendigen Zahlen hierfür immer wieder unter 1000 befragten Bürgerinnen und Bürgern auffanden. Es schien nicht nur deshalb unrealistisch, weil es zeitweise auch knappe Rechenspielchen waren. Es schien nicht nur unrealistisch, weil man in über einem halben Jahrhundert diesem Ziel nie nah war und auch nicht nur deshalb, weil die Umfrageergebnis einem geradezu astrologisch erschienen.

Die Gewohnheit bestimmt auch immer die Wahrnehmung und so wird das Wunder nicht geringer, waren wenige Tage vor Wahllokalbesuch noch genug derer Wählerinnen und Wähler zu sprechen, die kurz darauf für den unglaublichen Machtwechsel sorgten, ihn selbst aber noch CDU-resigniert für nicht machbar hielten. Die Revolution frisst ihre Kinder – diesmal im feschen Rollentausch.

Der Kater kommt mit Sicherheit – eine Parole mit Verlässlichkeitscharakter. Doch wie auch bei der Alkoholintoxikation ist die Schwere der Folge eine Frage der Schwere der Vergiftung. Es ist keine strittige Behauptung dem Wahlprogramm der Grünen Bodenständigkeit zu unterstellen und dennoch ist es möglich die ersten Fragezeichen zur neuen Landesregierung auf – und das ist auch zuzugeben – noch nicht besonders tiefen Stirnrunzeln zu finden.

Das erste Fragezeichen am Landes-Firmament hört auf “Ressortzuschnitt” und fragt sich, wieso die SPD alle klassisch-harten Ministerien wie Arbeit, Justiz, Inneres und Finanzen erhält und sich die Grünen postmateriell mit Umwelt, Verkehr und Bürgergesellschaft-Zuständigkeit im Glück wähnen. Dass dies die Politikfelder der Zukunft sind, wie Till Westermayer im Blog der Grünen BW schreibt, erscheint ohne weitere Erklärung nicht automatisch logisch und man dachte nicht zuletzt auch, dass das mit der Betonungen eines öko-sozialen Wirtschaftswandels auch in der Partei die Bedeutung von Wirtschaftspolitik angekommen sein könnte. Und wenn Heribert Prantl in der Süddeutschen kommentiert, der Klügere gibt nach, was war dann nur mit dem letzten Dutzend an Urnengängen in der Republik? Mehr Prozent hieß bislang großer Partner, aber bei Grün-Rot ist das anders? Naja.

In der taz hörte man dann heute bereits kurz vor Ganz die Uhr zur Vollen schlagen und titelte grob-missverständlich das Ende der Wahlalterabsenkung und der Beginn vom Ende von Allem, insbesondere der Glaubwürdigkeit einer noch nicht einmal vereidigten Landesregierung. Stimmt aber eben zum Glück auch nur halb und ist von daher auch kein vollständiges Fragezeichen auf der Stirn wert. Insgesamt findet sich bislang nur wenig ernstzunehmende Kritik in der Öffentlichkeit, dafür umso mehr Kritikautomatismus und “Versatzstücke aus einer Mottenkiste für politische Rhetorik” – findet auch Michael Schlieben in der ZEIT. Kluge Worte – aus Berlin.

Einstieg in den Ausstieg

www.mappus-countdown.de

Im Auftrag der Grünen Jugend Baden-Württemberg durfte ich die Idee eines Countdowns unter dem Motto “Keine Laufzeitverlängerung für Mappus” für die letzten 100 Tage zur Landtagswahl umsetzen.

Bereits innerhalb der ersten 16 Stunden konnte die Seite einen Ansturm von mehr als 800 Besuchern und über 1200 Aufrufen verzeichnen. Unterstützung für das Anliegen eines echten Politikwechsels und der Abwahl von Ministerpräsident Stefan Mappus konnte aus einer Vielzahl an sozialen Plattformen sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen verzeichnet werden.

Es scheint doch sehr, als wäre die politische Uhr des Mannes von Stuttgart 21 und des EnBW-Schlamassels nicht nur bildhaft schwer am ablaufen.

Fast schon ganz witzig #1

Heute: Ein Vertipper auf taz.de. Mal wieder ein klarer Fall von Medienhetze gegen die Linkspartei.

Ahoi und so

Diesen Weblog widtme ich den Entrechteten und sowieso schon Mächtigen. Auf viel Muse. Gerne auch mit Äpfeln.